Hilfsmittel zur Ladungssicherung Plane

Prinzipien der Ladungssicherung

Kraftschluss (Niederzurren)

Bei der Ladungssicherung durch Kraftschluss pressen Zurrmittel die Ladung auf die Ladefläche. Hierdurch wird die Reibungskraft zwischen Ladung und Ladefläche erhöht und so ein Verrutschen der Fracht verhindert.

Formschluss

Bei der Ladungssicherung durch Formschluss wird durch das lückenlose Verladen der Last oder die Zurrtechnik des Direktzurrens realisiert.

Schrägzurren

Voraussetzung: Acht Zurrgurte. Die Spannung der Zurrgurte von Ladung zur Ladefläche erfolgt so, dass sie sich im rechten Winkel zu allen vier Rändern der Ladefläche befinden.

Diagonalzurren

Voraussetzung: Vier Zurrgurte. Die Zurrgurte werden von den Ecken diagonal zur Ladefläche gespannt. Hier wird jede der vier Ecken durch je einen Zurrgurt verbunden.

Kopfschlinge

Das Schlingenzurren ist eine Art der Direktzurrung. Die Zurrmittel werden dabei als Schlinge vor, hinter oder seitlich um das Ladegut gelegt und in Zurrpunkten am Fahrzeug fixiert. In der Seefehrt wird diese Art der Ladungssicherung auch Kopflashing genannt.

Kombinierte Ladungssicherung

Bei der kombinierten Ladungssicherung werden die Elemente der formschlüssigen und der kraftschlüssigen Ladungssicherung sinnvoll kombiniert.

Im Prinzip wird die Ladung zuerst formschlüssig verladen und etwaige Freiräume mit Füllmaterial aufgefüllt. Anschließend wird die Ladung mit Netzen oder Zurrgurten zusätzlich gesichert.

Hilfsmittel: Der Zurrgurt

Die Pflichtangaben auf dem Label für Spanngurte

Die Kennzeichnungen auf Zurrmitteln sind genormt und folgen der Deutschen Norm DIN EN 12195-2. Hierzu befindet sich an den Zurrgurten ein Label mit folgenden Pflichtangaben:

  • Hersteller / Herstelleradresse
  • LC = Zulässige Zurrkraft
  • SHF = Handspannkraft
  • SFT = Vorspannkraft
  • Dehnung
  • Länge
  • Material
  • Rückverfolgbarkeitscode
  • Herstellungsjahr
  • Warnhinweis: Darf nicht zum Heben verwendet werden!

A – Endbeschlag    B – Gewebe    C – Ratsche/Klemmschloss    D – (Komplett-) Zurrgurt

BS = Breaking Strength (Mindestbruchkraft / -last)

Die Mindestbruchkraft bezeichnet die Kraft, die mindestens zur vollständigen Zerstörung des Zurrgurtes oder einzelner Komponenten benötigt wird. Diese Angaben wurden zum Teil schon vor der Normeinführung verwendet. Die Mindestbruchkraft einer Komponente oder auch eines kompletten Zurrgurtes kann durch Tests ermittelt werden.

SF = Safety Factor (Belastbarkeit des Zurrgurtes)

Der Sicherheitsfaktor wurde eingeführt um unter allen Umständen die Sicherheit einer Komponente oder eines Zurrgurtes zu gewährleisten. Der Sicherheitsfaktor für Komponenten aus Metall (siehe Abbildung A und C) beträgt 2. Für Gewebe (siehe Abbildung B) wird ein Sicherheitsfaktor von 3 gewählt, da hier die Schwächung des Gewebes durch den Nähprozess berücksichtigt wird.

LC = Lashing-Capacity (Nennkraft/ -last)

Die Nennkraft einer Komponente wird durch die Formel LC = BS / SF berechnet. Der LC-Wert ist also ein rein rechnerisch ermittelter Wert, der oftmals auf den Komponenten aufgedruckt ist. Er kennzeichnet die maximale Größe der Kraft im Normalbetrieb. Die Nennkraft eines kompletten Zurrgurtes richtet sich nach der schwächsten Komponente, die verwendet wird – wie dieses Beispiel verdeutlicht:

Die schwächste Komponente ist nicht der Haken (A) sondern das Gewebe (B). Ein solcher Gurt erhält ein Label mit LC = 2000 daN.

daN oder kg?

Nach dem internationalen SI-System wird für Kräfte die Einheit N (Newton) verwendet und für die Masse eines Körpers die Einheit kg (Kilogramm). Multipliziert man die Masse mit der Erdbeschleunigung g (9,81 m/s²) erhält man die Kraft, mit der dieser Körper von der Erde angezogen wird. Diese Kraft hat eine Größe von 9,81 N was in etwa 10 N oder 1 daN (Dekanewton) entspricht.

Da noch viele alte Zurrgurte mit Kennzeichnungen von kg verwendet werden, wird von Progo die Einheit daN verwendet. So sind die Zahlenwerte direkt vergleichbar.

Ablegereife: Wann dürfen Sie Zurrmittel nicht mehr verwenden?

Für Zurrmittel (Zurrgurte, Zurrketten, Zurrdrahtseile) gibt es kein bestimmtes „Verfallsdatum“. Werden Mängel festgestellt, dann dürfen Zurrmittel aus Sicherheitsgründen nicht mehr verwendet werden. Man spricht hier von der „Ablegereife“.

Checkliste für die optische Prüfung

Wenn Sie einen dieser Punkte mit „Ja“ beantworten können, dann dürfen Sie den Zurrgurt nicht mehr verwenden!

Mängel am Etikett (blaues Label)JaNein
Fehlendes /abgerissenes Label
Unleserliche Angaben
Mängel am GurtbandJaNein
Einschnitte, Garnbrüche > 10%
Beschädigung an der Naht
Wärmebedingte Verformung
Beschädigung durch Chemikalien
Mängel an am Spannelement (Ratsche)JaNein
Brüche, Risse an der Ratsche
Verformung der Schlitzwelle
Verschleiß am Zahnkranz
Korrosion des Spannelementes
Mängel am Verbindungselement (Haken)JaNein
Brüche, Risse des Hakens
Aufweitung des Hakenmauls > 5%
Erhebliche Korrosion
Grobe Verformung

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